
Nach konstruktiven Gesprächen haben VDL Nedcar und die Stiftung De Groene Sporenwolf (DGS) eine zusätzliche umfangreiche Kompensation für die Baumfällungen in der Nähe der Autofabrik in Born vereinbart. VDL Nedcar wird Bäume fällen und umpflanzen, um Platz für die Erweiterung zu schaffen. Diese ist notwendig, um die Beschäftigung (etwa 4.200 Arbeitsplätze) der VDL-Standort in Born langfristig zu sichern, egal wer der Auftraggeber ist. Als Gegenleistung für die Naturschutzmaßnahmen haben DGS und die Stiftung Ecologisch Fledermaus Forschung Nederland (SEVON) ihre Einspruchsverfahren gegen die Gebietsentwicklung beim niederländischen Verfassungsgerichtshof zurückgezogen.
Die Einwände von DGS und SEVON waren die einzigen verbleibenden Proteste gegen die Gebietsentwicklung, für die die Provinz Limburg zuvor VDL grünes Licht gegeben hatte. Das Zurückziehen beider Einwände bedeutet, dass die Erweiterung durchgeführt werden kann. Da die Einwände nun vom Tisch sind, ist eine Entscheidung des Raad van State nicht mehr erforderlich.
Vereinbart wurde unter anderem, dass VDL 55 Bäume aus dem Sterrebos, mit einem Durchmesser von mindestens 40 Zentimetern in 150 Zentimeter Höhe, im angrenzenden Wolfrath-Gebiet neu pflanzen wird. Mit der Nachpflanzung erhält dieses Gebiet mehr „Körper“. Außerdem ergreift VDL die Initiative zur Gründung einer Stiftung, die unter anderem durch Grünkompensation einen zusätzlichen Beitrag zur Lebensqualität in und um die Wohnkerne in der unmittelbaren Umgebung von VDL Nedcar leisten wird. Dabei wird der Erweiterung des sogenannten Ambitionswaldes bis an die Grenze des Wohnkerns von Nieuwstadt Vorrang eingeräumt, das Anlegen der Grünstreifen zwischen Nieuwstadt und der Randweg sowie die Schaffung einer Grünstreifen an der Südseite von Nieuwstadt. VDL wird für ein erhebliches Startkapital für den zu gründenden Grünfonds sorgen. Die Kosten für die natürliche Kompensation, die VDL mit DGS vereinbart hat, belaufen sich auf mehrere Millionen Euro.
Die Ausgleichsmaßnahme, die VDL übernimmt, geht weiter. VDL Nedcar wird sich ebenfalls bemühen, eine Fußgängerbrücke über die Landstraße (N297) zu installieren, wodurch die Fußgängerroute von Nieuwstadt zum Limbrichterbos wiederhergestellt wird. Außerdem wird sich VDL Nedcar auch für die Realisierung eines Schallschutzes und eines Naturwalls südlich von Nieuwstadt einsetzen, zwischen der Nusterweg/Sittarderweg und der Grenze.
„Nach drei Jahren der Rechtstreitigkeiten haben wir in guten und offenen Gesprächen mit VDL Nedcar Millionen zusätzlich für Natur und Lebensqualität erhalten“, erklärt Sekretär Dirkjan van der Hoven von der Stiftung De Groene Sporenwolf. „Eine dauerhafte Zusammenarbeit wie diese, zwischen Unternehmen, Anwohnern und Gemeinden, ist außerdem ein Ansporn für die Bürgerbeteiligung. Der Austausch mit den Bürgern ist in der kommenden Zeit wichtig für den Einsatz dieser Mittel.“
René Janssen, Vorsitzender SEVON: „SEVON bedauert, dass es nach den aktuellen Richtlinien möglich ist, solche Wälder an alten Standorten zu fällen. Durch die zusätzliche Kompensation und das Umsetzen großer Bäume ist das Abkommen eine Verbesserung gegenüber dem zuvor festgelegten Kompensationsplan der Provinz Limburg. VDL Nedcar zeigt hiermit seine gute Absicht.“
Direktor John van Soerland von VDL Nedcar: „Obwohl wir Vertrauen in die Entscheidung des Raad van State hatten, freuen wir uns, dass wir eine Einigung mit den Einwendern erzielt haben, bevor das Gericht eine Entscheidung treffen musste. Uns liegt eine gute Beziehung zu unseren Anwohnern am Herzen, und die Lebensqualität der Wohnorte in der Nähe unseres Werks ist uns sehr wichtig.“
Das intensive Verfahren mit der Provinz und den Gemeinden, das zur räumlichen Erweiterung von VDL Nedcar führen soll, dauert bereits seit 7 Jahren. In diesem Zeitraum wurde ein solides demokratisches Entscheidungsfindungsprozess durchlaufen. Dabei wurden alle Interessengruppen einbezogen. Auch die Bedeutung der Ökologie wurde dabei stark gewichtet. Seit Beginn des Prozesses wurde für ein umfangreiches Naturausgleichsprogramm entschieden, das weit über die Vorgaben der Vorschriften hinausgeht. Zur Klarstellung: Die neue Stiftung und die genannten Einrichtungen werden hier jetzt gemeinsam mit DGS hinzugefügt. Die wichtigsten Bestandteile dieses früheren Naturausgleichsprogramms sind:
Das Holz der gefällten Bäume wird unter anderem Schulen in Limburg zur Verfügung gestellt, die im Rahmen des praktischen Unterrichts Holzverarbeitung anbieten. Indem Schüler daraus unter anderem Holzbänke, Tische, Zweitwallungen, Brücken und Insektenhotels herstellen, wird versucht, das gefällte Holz in und um das Naherholungsgebiet Wolfrath sowie auf dem Gelände von VDL Nedcar eine nachhaltige, neue Verwendung zu finden.
Mit dem bereits weitgehend umgesetzten Naturkompensationsplan in Kombination mit den ergänzenden Maßnahmen wird an der Lebensqualität der Nachbarn von VDL Nedcar gearbeitet. DGS und VDL Nedcar werden die Gemeinden Sittard-Geleen und Echt-Susteren einladen, dem Vorstand der zu gründenden Stiftung beizutreten.
VDL Nedcar in Born ist ein unabhängiger Autohersteller, der im Auftrag Dritter Autos produziert. Es ist das einzige große Automobilwerk in den Niederlanden, das seit Ende 2012 Teil der Familiengesellschaft VDL Groep in Eindhoven ist. Derzeit arbeiten dort 4.200 Mitarbeiter. Das Werk verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 200.000 Autos pro Jahr, basierend auf Zweischichtarbeit. VDL Nedcar nutzt einen stark automatisierten Produktionsprozess (1.400 industrielle Roboter). Seit seiner Gründung im Jahr 1967 sind mehr als 5,5 Millionen Autos (DAF, Volvo, Smart, Mitsubishi, MINI, BMW) aus der Produktionslinie in Born gerollt. Derzeit produziert VDL Nedcar den MINI Cabrio, den MINI Countryman und den BMW X1; vom MINI Countryman produzieren wir auch die PHEV-Variante.
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