
Eindhoven, 28. August 2026 – Renewi und VDL Parree haben eine Kooperation entlang der Wertschöpfungskette entwickelt. Dabei werden ausgediente Hartkunststoffe zu Rohstoffen für Lkw-Komponenten recycelt. Erstmals wird ein von Renewi hergestellter Recyclingkunststoff in einem Bauteil für die Automobilindustrie eingesetzt. Die Kooperation nimmt die vorgeschlagene europäische Verordnung über Kreislauffahrzeuge vorweg. Sie soll den Einsatz recycelter Materialien in neuen Fahrzeugen fördern.
Von ausgedientem Kunststoff zu Lkw-Bauteilen
Die Kooperation bringt verschiedene Akteure der Wertschöpfungskette zusammen. Ziel ist es, ausgediente Kunststoffe erneut in der Automobilindustrie einzusetzen. Renewi verarbeitet harte Kunststoffe von Unternehmen und Kommunen zu hochwertigen Kunststoffgranulaten. The Compound Company stellt daraus eine Kunststoffmischung für die geplante Anwendung her. VDL Parree in Sevenum produziert und montiert hochwertige Kunststoffkomponenten. Anschließend verwendet das Unternehmen dieses Material für die Herstellung von Lkw-Bauteilen, etwa Kabinenteilen. Die Bauteile werden umfassend auf Qualität, Sicherheit und Leistung geprüft.
Während recycelte Kunststoffe häufig noch für weniger anspruchsvolle Anwendungen eingesetzt werden, zeigt diese Kooperation ihr Potenzial für anspruchsvolle Fahrzeugteile. Die recycelten Kunststoffe von Renewi erfüllen die dafür erforderlichen hohen Qualitätsanforderungen.
Jan-Pedro Vis, Materials-Direktor bei Renewi: „Ausgediente Hartkunststoffe erhalten in dieser Kooperation eine neue Bestimmung. Sie werden zu Lkw-Komponenten verarbeitet, die strenge Qualitätsanforderungen erfüllen müssen. Das ist nur möglich, wenn alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette ihr Wissen und ihre Expertise einbringen. Für Renewi ist dies ein wichtiger Meilenstein. Denn damit werden unsere zirkulären Kunststoffe erstmals im Automobilsektor eingesetzt.“
Pieter Melisse, Direktor bei VDL Parree: „Kreislaufwirtschaft erfordert mehr als einen guten Rohstoff. Auch Produktionsprozesse, Qualitätskontrollen und Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette müssen darauf ausgerichtet sein. Gemeinsam zeigen wir, dass recycelte Kunststoffe auch für technisch anspruchsvolle Bauteile geeignet sein können. Das schafft Perspektiven für eine weitere Skalierung.“
Beispiel für künftige Anwendungen
Die Kooperation geht der geplanten neuen europäischen Verordnung über kreislauffähige Fahrzeuge voraus. Diese soll den Einsatz recycelter Materialien in Fahrzeugen fördern. Die Rechtsvorschriften befinden sich noch in der Entwicklung. Renewi, VDL und ihre Kooperationspartner zeigen jedoch, dass kreislauffähige Materialien bereits heute in Fahrzeugteilen eingesetzt werden können. Das Wissen und die Erfahrungen aus dieser Kooperation können künftig eine breitere Anwendung recycelter Materialien in der europäischen Automobilindustrie ermöglichen.

Direktor Kommunikation und Sprecher der VDL Groep
E: m.timmers@vdl.nl
Tel.: +31 6 14767066
Sind Sie journalistisch an unserer Arbeit interessiert oder möchten Sie VDL Groep aus einem anderen Grund in den Fokus rücken?
Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.